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Der 25. Juli soll die Nähe der Kirche zur älteren Generation betonen und an die Aufgabe für die Glaubenserziehung der Jüngeren erinnern.

Wie der Vatikan am 20. April mitteilte, ruft die Kirche heuer erstmals einen „Welttag der Großeltern und älteren Menschen“ aus. Angesetzt für den 25. Juli stehe dieser Welttag unter dem Motto, gemäß Matthäus 28,20, „Ich bin mit dir alle Tage“. Dies sei auch eine Zusage der Nähe, „die sich Jung und Alt gegenseitig geben können“, so das Vatikanische Dikasterium für Laien, Familie und Leben. Dadurch solle das Gespräch zwischen den Generationen stärker in Gang gebracht werden, denn auch ältere Menschen spielten eine wichtige Rolle bei der Verkündigung und der „Hinführung junger Menschen zum Glauben“, so die Vatikanbehörde. Dafür sei die Erarbeitung und Veröffentlichung von pastoralen Hilfsmitteln geplant. Ein „Tag der älteren Menschen“ werde auf Initiative der Vereinten Nationen bereits seit 1991 begangen.

Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie fließen in neues vatikanisches Dokument

Ebenfalls am 20. April erschien das im Februar veröffentlichte vatikanische Dokument „Das Alter – unsere Zukunft“  in deutscher Sprache. Basierend auf den Erkenntnissen aus der Corona-Pandemie werde insbesondere auf die vorliegenden Mängel und die Notwendigkeit der Wertschätzung der älteren Generation hingewiesen, die ein verändertes Bewusstsein im Umgang mit diesen fordere. Umgesetzt werden solle dies auch in neuen Modellen der Altenpflege, die einen Fokus auf familiäre, spirituelle und soziale Begleitung und Betreuung setzen sollten.  Ältere Menschen hätten aufgrund ihres Erfahrungsschatzes eine entscheidende Rolle bei der Bewahrung und Weitergabe des Glaubens, die sie zu „wichtigen Handlungsträgern einer Evangelisierungspastoral und „bevorzugten Zeugen der treuen Liebe Gottes“ machten, so das Dokument. Der generationenübergreifende Austausch und die Begegnung von Alt und Jung „könne daher dem gesellschaftlichen Gefüge jene neue Lebenskraft einflößen, die die Gesellschaft solidarischer machen würde.“ Die Gebrechlichkeit des Alters erinnere an die radikale Schwäche eines jeden Menschen, auch wenn man bei guter Gesundheit sei. Sie erinnere uns an das Bedürfnis, geliebt und gestützt zu werden. Den Schwachen das Recht auf Leben zu nehmen, bedeute daher, vor allem den Jungen die Hoffnung zu stehlen. Stelle man die Alten aufs Abstellgleis, kappe man die Wurzeln, die es der Gesellschaft ermöglichen, nach oben zu wachsen und nicht von den momentanen Bedürfnissen der Gegenwart verflacht zu werden, resümiert das vatikanische Dokument, das in der Originalfassung Anfang Februar unterzeichnet wurde.